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AG Ertragsphysiologie

Maschinelle Ausdünnung

 Auszählen Ausdünnwirkung

Das Verständnis der grundlegenden Prozesse der Pflanzen- und Ökophysiologie ist eine wichtige Voraussetzung für nachhaltigen Obstbau weltweit. Umwelteinflüsse wie z.B. abiotische Stressfaktoren, wie Hagel, Trockenheit und Hitze, können physiologische Veränderungen in der pflanzlichen Entwicklung verursachen und letztlich den Ernteertrag verringern und die Fruchtqualität mindern.

Die Herausforderungen des Klimawandels für den Obstbau beinhalten eine Verfrühung des Blühtermins, in Klein-Altendorf (Meckenheimer Obstbaugebiet) um bis zu 3 Wochen über die letzten 60 Jahre und damit einhergehend ein verstärktes Risiko für Spätfroste.

Kern- und Steinobst benötigt zur Entwicklung der Blüten eine vorausgegange Kälteperiode (Chilling) im Winter, durch den Klimawandel mit seiner Erderwärmung wird dies in Zukunft in vielen Obstbaugebieten in Frage gestellt. Die Grundlagenforschung soll zeigen, welche Chilling-Klimamodelle für unsere Region geeignet sind.

Der Klimawandel bietet aber auch Chancen und Vorteile für den Obstbau. Der frühere und wärme Frühling mit starker Sonneneinstrahlung bietet eine Chance, Obst z.B. Süßkirschen umweltfreundlich ohne Einsatz von fossilen Brennstoffen zu verfrühen.

Folgende Projekte werden in der AG Ertragsphýsiologie deshalb bearbeitet:

  • Einsatz von unterschiedlichen Hagelnetzen mit verschiedenen Konstruktionen
  • Grundlagenforschung über Ursachen der Alternanz. Dies geschieht  mittels umfangreichen Datenanalyse (2.300 Bäume) der betroffenen Sorte ‘Elstar‘, hier werden Schwellenwerte für die Fruchtbehangsregulierung (Crop load management; CLM) ermittelt. CLM ist eine Maßnahme zur Steuerung der Alternanz sowie zur Erzielung der vom Markt geforderten Fruchtqualitäten (Fruchtgröße und –farbe). Als Kenngröße für CLM dient die frühe Ertragsprognose, das heißt durch den Einsatz von Bildanalyse zur Erkennung bereits kleiner, grüner Früchte nach dem Junifall am Baum, lassen sich Erntemengen und -qualitäten mit einer gewissen Genauigkeit vorhersagen.
  • Die Entwicklung von Nachhaltigkeitsstrategien und Standards für den Gartenbau, wie z.B. PAS 2050-1(BSI London). Dieser Standard sichert einen standortgerechten, umwelt- und ressourcenschonenden Gartenbau und gibt dem Konsumenten die Gewähr klimafreundlich angebauter Früchte.

 

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